Historie, blühende Landschaften und ein aktiver Luftfahrtverein

26.04.2019

Die Finther CDU  lud zu einem Rundgang vom Waldorfkindergarten in der Flugplatzstraße zum Luftfahrtverein Mainz auf dem Layenhof ein.

Die Finther Ortvorsteherkandidatin der CDU und der Finther Ortsvorsteher Herbert Schäfer luden zu einem interessanten Rundgang vom Waldorfkindergarten in der Flugplatzstraße zum Luftfahrtverein Mainz auf dem Layenhof ein.
Vorbei an einer wunderschönen Landschaft, blühenden Rapsfeldern, Birnen und Apfelplantagen führte die Ortsvorsteherkandidatin der Finther CDU, Uta Schmitt die Teilnehmer des Frühlingsspaziergangs in Richtung historischer Layenhof und Tower des Mainzer Luftfahrtvereins.
Vorbei an der Stelle, an der einst der Finther Schuldirektor Adolf Kasper mit einigen Schülern in den 50er Jahren gemeinsam mit dem Finther Archäologen Hafermann drei römische Villen ausgrub.
Die Renaturierung des Aubaches vom alten Wasserhaus in Richtung Elmerberg war ein Thema, das alle interessierte und Uta Schmitt konnte hierüber einiges berichten. Ein Insekten-Hotel am Rande des Weges erweckte ebenfalls das Interesse der Wandergruppe. Hier im Frischluftkanal der Stadt Mainz   konnte man in der Ferne die alte Kastanienallee des historischen Layenhofs erkennen. Sie war alles, was von dem einst so herrschaftlichen Gebäude erhalten geblieben war.  Dort am Rande des Ober-Olmer Waldes stand einst das Bauwerk, welches in seiner abwechslungsreichen Geschichte einiges zu berichten hat. Hiermit beschäftigte sich Werner Lehr. So war zu erfahren, dass die Anfänge bis ins Jahr 1783 zurückreichen. Im Jahr 1860 erwarb der Präsident der Nassauischen Finanzkammer Wilhelm von Heemskerck den Layenhof, um diesen seinem Sohn Alfred als Hochzeitsgeschenk zu präsentieren.  Nachdem Familie von Heemskerck den Layenhof verlassen hatte, um bei Landshut ein neues Domizil zu beziehen, gingen große Veränderungen auf dem Gut vor, ob Herr De Ritter, welcher den Pferdestall mit weißen Kacheln fließen ließ oder Julius Fischer, der nur kurze Zeit den Layenhof bewirtschaften konnte.  Nach der Enteignung führte das Deutsche Reich das Gut unter dem Namen Schafs-Heide. Nach dem Krieg bestanden einige Vorschläge zur Weiternutzung des Anwesens. Keiner der Vorschläge konnte verwirklicht werden, denn das Objekt diente den Besatzern als Nahziel.
Nach den Ausführungen von Werner Lehr begrüßte Hermann Kuhn vom Luftfahrtverein die Gäste im Tower auf dem Layenhof.
In einen sehr informativen und aufschlussreichen Vortrag stellte er die Geschichte des 1952 gegründeten Luftfahrtvereins Mainz e.V. vor.
Die vereinseigene Flugschule bildet Segel-, Motor und UL-Piloten aus.  Der Verein ist Betreiber des Verkehrslandeplatzes Mainz, einer wichtigen Verkehrsanbindung für Wirtschaft, Politik, Polizei, ZDF, Boehringer und weitere.
In einer 2008 gegründeten Arbeitsgruppe wurde festgelegt, dass 23.500 Starts und Landungen pro Jahr stattfinden dürfen. Lärmbelästigung und Lärmschutz wurden intensiv behandelt.
Heute kann der Flugverein auf ca. 500 Mitglieder blicken und das Interesse am Flugsport ist nach wie vor ungebrochen. Beliebt sind die Flugtage auf dem Layenhof.  Uta Schmitt bedankte sich bei Hermann Kuhn und Werner Lehr für ihre interessanten Ausführungen und vor allem bei den zahlreich erschienenen Rundgangteilnehmern.

Anmerkung der Redaktion: Dies ist Werner Lehrs letzter Artikel, den er für die CDU Finthen geschrieben hat.